LED-BELEUCHTUNG UND SICHERHEIT

LED-BELEUCHTUNG UND SICHERHEIT

Eine LED oder Leuchtdiode ist ein elektronisches Bauteil, das Strom in Licht umwandelt. Heutzutage wird es in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Die LED-Technologie ist als leistungsstarke, sparsame und langlebige Lichtquelle für die Allgemeinbeleuchtung anerkannt.

 

Gesundheits- und Umweltvorteile der LED-Beleuchtung in unseren Häusern

LED-Beleuchtung zieht immer mehr Anwender an, die sich der Vorteile von energiesparenden LED-

Glühbirnen für ihre Gesundheit und die Umwelt bewusst sind. Tatsächlich sind LED-Glühbirnen im Vergleich zu Glühbirnen, Halogen- und Kompaktleuchtstofflampen eine viel komfortablere, zuverlässigere, sicherere und umweltfreundlichere Lösung.

Das von der LED-Beleuchtung erzeugte Licht ist weniger schädlich für die Augen als herkömmliche

Beleuchtung.  Darüber hinaus enthalten LED-Glühbirnen keine gesundheitsgefährdenden Produkte.  Der Bruch einer Glühbirne ist daher an sich nicht dramatisch und da sich LED-Glühbirnen nicht sehr stark erwärmen, verursachen sie keine Verbrennungen.

Niedrigenergie-LED-Glühbirnen haben auch eine geringere Auswirkung auf die Umwelt als andere Arten traditioneller Beleuchtung.  Die Tatsache, dass sie weniger Energie als herkömmliche Glühbirnen verbrauchen, ist ihr erster Vorteil.  Außerdem haben sie eine sehr gute Lichtausbeute im Vergleich zur Glühlampenbeleuchtung.  Am Ende ihrer Lebensdauer lassen sich die Komponenten dieser Lampen auch leichter recyceln.

Es gibt also viele Gründe, LED-Beleuchtung in Ihrem Haus einzusetzen.

 

LED-Beleuchtung und Gesundheit

Bei der Änderung des Beleuchtungssystems eines Hauses ist es notwendig, den Benutzer zu berücksichtigen und über die Auswirkungen der verwendeten Produkte auf seine Gesundheit nachzudenken. Es müssen mehrere Fragen gestellt werden:

  • Ist die Beleuchtung angenehm für die Augen?
  • Besteht die Gefahr von Verbrennungen?
  • Stellen die Lampen ein Gesundheitsrisiko dar, wenn sie brechen oder mit dem Benutzer in Kontakt kommen?

LED-Beleuchtung bringt dank ihrer Komponenten und der Qualität des ausgestrahlten Lichts mehr Komfort, aber auch mehr Sicherheit in die Wohnung.

 

Komfort für die Augen

Ohne dass es manchmal realisiert wird, ist die LED-Beleuchtung bereits in der szenografischen Beleuchtung, in bestimmten Arten von Computerbildschirmen, Fernsehern, Tablets, Telefonen, bestimmten Autoscheinwerfern, in der “scialytic” Beleuchtung in Operationssälen und

Lichttherapielampen vorhanden. LEDs werden auch als Innenbeleuchtung installiert, um die Glüh- oder Halogenbeleuchtung zu ersetzen.

 

Abwesenheit von toxischen Produkten

Kompaktleuchtstofflampen enthalten Quecksilber. Daher können sie bei Bruch und Kontakt mit dem Benutzer gesundheitsgefährdend sein. Sie erfordern große Sorgfalt im Umgang mit ihnen.

Umgekehrt enthalten LED-Glühbirnen keine giftigen Produkte und können leicht gehandhabt werden. Darüber hinaus sind sie im Gegensatz zu Glüh- und Halogenlampen sehr stoßfest und brechen nicht beim geringsten Schlag.

Auf der anderen Seite enthalten alle LED-Lampen einen elektronischen Schaltkreis, so dass sie als Elektro- und Elektronik-Altgeräte recycelt werden müssen, im Gegensatz zu Glühbirnen, die ohne großes ökologisches Risiko im herkömmlichen Müll entsorgt werden können.

 

Erhitzt nicht, verbrennt nicht

Eine LED-Glühbirne erzeugt eine durchschnittliche Wärme von 32°C, während eine herkömmliche Glühbirne 150° erreichen kann. Auch die Berührung einer LED-Glühbirne mit bloßen Händen oder aus Versehen ist nicht gefährlich, während der Kontakt mit einer heißen Glühbirne zu schweren Verbrennungen oder sogar Bränden führen kann…

LED-Leuchten können daher ohne Sicherheitsprobleme für den Anwender in die Wand oder bündig mit dem Boden eingebaut werden. Diese Beleuchtung bietet daher mehr kreative Freiheit, da sie ein gesundes und beruhigendes Gerät ist.

 

Umwelt und LED-Birnen

Es gibt immer noch einige Diskussionen über die Umweltauswirkungen der LED-Beleuchtung, denn wenn sie weniger Energie verbraucht als andere Beleuchtungsmittel, wäre ihre Herstellung sehr energieintensiv. Allerdings gibt es sowohl aus finanzieller als auch aus ökologischer Sicht positive Punkte im Lebenszyklus von LED-Leuchtmitteln zu erwähnen.

 

Recycling von LED-Glühbirnen

Ihre hervorragende Lebensdauer (bis zu zehn Jahre) begrenzt den quantitativen Recyclingbedarf. Da sie außerdem keine toxischen Produkte wie Quecksilber enthält, sind die Recyclingarbeiten begrenzter und erfordern ein weniger komplexes Protokoll.

Während der Kauf einer LED-Glühbirne manchmal recht teuer sein kann, ist der Preis für Qualität für den Verbraucher aus ökologischer, energetischer, ethischer und finanzieller Sicht ein gutes Geschäft.

Ein großer Vorteil der LED-Beleuchtung ist ihre Lichtstabilität. Sie benötigt keine Anpassungszeit (keine Aufwärmzeit mit steigender Lichtleistung) und streut sofort ein homogenes Licht. Dies ist vor allem an Orten von Vorteil, die in kürzester Zeit optimal ausgeleuchtet werden müssen. Außerdem erzeugt die LED-Technologie kein Flackern, das die Sicht der Passanten verdeckt und Kopfschmerzen verursachen kann.

Für einen höheren Komfort möglich, eine warmweiße Farbtemperatur zu wählen, welche angenehm für die Augen ist, sowie ein Leistungsniveau, das der ausgeübten Tätigkeit entspricht.

Diese spezifischen Eigenschaften erklären die rasante Entwicklung beim Einsatz von LEDs.

 

Risiken bei der Verwendung von LEDs

Zwei Risiken sind mit der weit verbreiteten Verwendung von LEDs zu einer Sorge geworden: die toxische Wirkung von blauem Licht auf die Netzhaut und die Gefahr von Blendung.

 

Die Wirkung von blauem Licht

LEDs emittieren blaues, angereichertes Licht, was der Emission eines höheren Strahlungsanteils bei kurzen Wellenlängen entspricht. Beim Menschen hat blaues Licht physiologische Wirkungen, die bei zu hoher Leuchtdichte Schäden an der Netzhaut herbeiführen können.  Die unmittelbare Exposition gegenüber blauem Licht kann einer der Faktoren sein, der bestimmte Pathologien wie die altersbedingte Makuladegeneration verursacht.

 

Die Risiken der Blendung

Hinsichtlich des Sehkomforts wird die Leuchtdichte einer Leuchtstoffröhre (10.000 bis 15.000 cd/m²) in der Beleuchtung allgemein als ausreichend zur Blendung akzeptiert. Allerdings können LEDs eine 1.000-fach höhere Leuchtdichte haben. In das Sichtfeld der Arbeiter implantiert, können LEDs Blendung verursachen, die den Arbeitskomfort vermindert und zu Unfällen führen kann.

Die DIN-EN-62471 unterscheidet vier Gefährlichkeitsgruppen für optische

Strahlungsquellen. Diese Einstufungen beziehen sich auf die Expositionszeit an der Quelle, die erforderlich ist, um einen Expositionsgrenzwert zu überschreiten. Hinsichtlich des Blaulichtrisikos ist die Einstufung wie folgt:

  • RG0 – risikofreie Gruppe: Die direkte Belichtung mit der Lampe überschreitet den Grenzwert in 10.000 Sekunden nicht.
  • RG1 – Risikogruppe 1 (geringes Risiko): Die Lampe stellt unter normalen Nutzungsbedingungen kein Risiko dar. Die direkte Exposition überschreitet den Grenzwert in 100 bis 10.000 Sekunden.
  • RG2 – Risikogruppe 2 (mittleres Risiko): Das Risiko wird durch die Aversion gegen eine sehr helle Quelle vermieden. Die direkte Belichtung überschreitet den Expositionsgrenzwert in 0,25 bis 100 Sekunden.
  • RG3 – Risikogruppe 3 (hohes Risiko): Die Lampe stellt auch bei kurzer Exposition ein Risiko dar. Die direkte Belichtung überschreitet den Grenzwert in weniger als 0,25 Sekunden.

Die CE-Kennzeichnung von Lampen und Leuchten ist für den Verkauf obligatorisch und erfordert die Angabe ihrer Klassifizierung in Bezug auf photobiologische Risiken, wenn sie RG1 übersteigt.

Um das Risiko von Augenschäden zu begrenzen, darf LED-Beleuchtung die Klassifizierung RG1 nicht überschreiten.

Für die Einrichtungen der Allgemeinbeleuchtung in den Räumen der Gruppen RG0 und RG1 besteht unter normalen Nutzungsbedingungen keine Gefahr für die Augen. Durch die Verwendung von Leuchten, die mit Diffusoren oder Scrollgittern ausgestattet sind, ist keine direkte Sicht auf die LEDs möglich.

 

Auswirkungen auf die biologische Uhr

Das blaue Licht, das von den LEDs ausgestrahlt wird, kann einen erheblichen Einfluss auf die innere Uhr haben, die viele Körperfunktionen wie Appetit, Wachsamkeit oder Körpertemperatur reguliert.

Die Exposition für 2-3 Stunden hemmt teilweise die Melatonin-Sekretion. Die Auswirkungen und Risiken hängen von der Tageszeit ab, zu der das Licht wahrgenommen wird. Am Ende des Tages kann die Exposition gegenüber blau-angereicherten Lichtquellen eine Verschiebung des körperlichen Zeitgefühls verursachen und den Schlaf verzögern. Auf der anderen Seite stellt die Exposition gegenüber dieser Art von Licht zu Beginn des Tages kein Problem dar und kann sogar vorteilhaft sein, indem es das Aufwachen erleichtert.

 

 

Die Risiken im Zusammenhang mit Flackern

Nach der Umrüstung auf LED kann es vorkommen, dass die Lampen flackern und damit Arbeitsunfälle begünstigt werden. Die Flimmerwirkung ist von Produkt zu Produkt sehr unterschiedlich und kann durch den Stroboskopeffekt die Illusion vermitteln, dass ein sich schnell bewegendes Objekt (z.B. eine Werkzeugmaschine) langsam oder stationär ist. Eine schlechte Wahrnehmung der Umwelt kann dann zu einer Gefahrenquelle werden.

Für die Auslösung des Flackerns gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • die LED flackert am Trafo –

Bisher genutzte Trafos für Niedervolt-Lampen sind nicht immer dafür geeignet, die von LEDs benötigte konstante Ausgangsspannung zu liefern. Die Umrüstung auf einen für LEDs geeigneten Trafo behebt das Problem.

  • die LED flackert am Dimmer –

Nicht jede LED ist zum dimmen geeignet. Darauf muss beim Kauf geachtet werden. Zudem sind nicht alle Dimmer dafür ausgelegt, mit Leuchtmitteln wie LEDs zu arbeiten. Gerade ältere Modelle benötigen oftmals eine gewisse Mindestlast, die bei den sparsamen LEDs nicht aufkommt. Der Austausch des Dimmers behebt auch hier das Problem.

Flackern LEDs, ohne, dass Trafos oder Dimmer im Spiel sind, kann dies durch Spannungsschwankungen im Stromnetz erklärt werden. Auch ein falsch angeschlossener Lichtschalter oder Bewegungsmelder sind möglich. Wenn keine der genannten Möglichkeiten in Frage kommt, liegt möglicherweise ein technischer Defekt des Leuchtmittels oder des zugehörigen Vorschaltgerätes vor. Dann hilft nur noch der Austausch.

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